Erstes Solidaritäsprojekt in Liechtenstein «Erste Pride Liechtenstein 2022»

Das ESK – Europäisches Solidaritätskorps – ist ein neues Programm der Europäischen Union, das neu in Liechtenstein umgesetzt wird.

Die Nationalagentur freut sich, dass dieses Jahr das erste Solidaritätsprojekt vom Verein Flay eingereicht wurde. Die Gruppe besteht aus fünf jungen engagierten Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner, die alle selbst Teil der Queeren Gemeinschaft Liechtensteins sind oder diese tatkräftig unterstützen.

Im September 2021 entstand die Idee für die «Erste Pride Liechtenstein 2022» dieser Event soll bunt und vielfältig werden und vor allem sollen alle Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner mitbekommen, dass LGBTQAI+ Themen auch bei uns im Land wichtig sind.

Die erste Parade fand am 28. Juni 1970 in New York statt. Damals bekannt als “Marsch zum Befreiungstag in der Christopher Street“ – benannt nach der Strasse, auf der sich das Stonewall Inn befindet – liefen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen vom Washington Place zwischen dem Sheridan Square und der Sixth Avenue, bis zum Central Park.

Am 26. September 2021 sagte das Schweizer Stimmvolk «Ja» zur Gesetzesanpassung für die Gleichgeschlechtliche Ehe. Der Volksentscheid ist historisch und ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichstellung von homo- und bisexuellen Menschen.

In Liechtenstein wurde 2011 das Partnerschaftsgesetz in Kraft gesetzt. Dieses sieht vor, dass sich gleichgeschlechtliche Paare beim Standesamt eintragen lassen können. Die eingetragene Partnerschaft ist der Ehe in vielen Punkten gleichgestellt, der Unterschied zur Ehe besteht vor allem im Bereich des Kinderwunsches und der Adoption. Eingetragene Partner dürfen keine Kinder adoptieren (auch keine Stiefkindadoption). Bei der eingetragenen Partnerschaft sind weder Trauzeugen noch ein Verlöbnis vorgesehen und es gibt auch kein «Ja-Wort» wie bei der Ehe, sondern die Protokollierung der beiden Willenserklärungen.

Das Event «Erste Pride Liechtenstein 2022» erfüllt die ESK-Prioritäten vollumfänglich und bietet einen sehr guten Rahmen, um die Gesellschaft auf bestehende Ungleichbehandlungen aufmerksam zu machen.

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